Die Behandlung seelischer Störungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen (wie AOK, Betriebskrankenkassen, Barmer, DAK, Techniker Krankenkasse) in einem Rahmen übernommen, der für die tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie bei 60 bis 100 Stunden liegt (Langzeittherapie). Langzeittherapien sind gutachterpflichtig. Für Kurzzeittherapien können zweimal von 12 Stunden durchgeführt werden. Nach bis zu 4 Vorgesprächen muss eine geplante Therapie mit Finanzierung über die Krankenkasse zunächst dort beantragt werden.


Bei einer vorangegangenen Psychotherapie mit Kostenübernahme durch die Krankenkasse kann eine erneute Kurzzeittherapie von 25 Stunden erst wieder nach Ablauf von zwei Jahren beantragt werden, die Beantragung einer erneuten, dann gutachterpflichtigen, Langzeittherapie von 60 Stunden oder länger ist, wenn begründet und notwendig, jedoch möglich.


Eine (haus)ärztliche Überweisung zur Psychotherapie ist nicht unbedingt erforderlich, Sie können einen ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten auch direkt, ohne Überweisung aufsuchen.


Bei den privaten Krankenversicherungen bestehen individuelle Regelungen zur Kostenübernahme von Psychotherapie, die sich je nach den vereinbarten Tarifen unterscheiden. Die Informationen sollten sich in Ihren Vertragsunterlagen befinden. Am Einfachsten erkundigen Sie sich telefonisch bei Ihrer Versicherung.

 

Selbstverständlich können Sie die Behandlung auch selbst zahlen. Damit gibt es keine Übermittlung einer psychischen Krankheitsdiagnose an die Kassen. Die Behandlung ist frei von zeitlichen und formalen Beschränkungen der Kassenfinanzierung.


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Dr. med. Klaus Ramm

Facharzt für Psychosomatische Medizin

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